Informatives für Hebammen

Treffen mit der Staatssekretärin Regina Kraushaar

Am 22.06.18 besuchte die Staatssekretärin des Sächsischen Sozialministeriums Frau Regina Kraushaar sowie Herr Martin Stunden und Frau Astrid Matterne,Vertreter des Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, das Büro der Koordinierungsstelle „Hebammen in Sachsen“.
In einem sehr konstruktiven Gespräch, wurden die Vertreter der Staatsregierung über die Arbeit der Koordinierungsstelle informiert und das bereits gut etablierte Hebammennetzwerk vorgestellt. Dieses wird gut angenommen und es gelingt täglich, hebammensuchende Frauen zu vermitteln.
Für den nächsten Doppelhaushalt werden erneut Fördergelder bereitgestellt und die Koordinierungsstelle kann so weiter etabliert und ausgebaut werden.

Ein weiterer Schwerpunkt, der angesprochen wurde, war die Arbeitssituation der Hebammen.
Die Probleme der Kolleginnen besonders in den Kreißsälen war dabei ein großes Thema.
Die Situation wurde erkannt und die Problematik sehr ernst genommen.
Was sind die Probleme im Kreißsaal, warum „flüchten“ soviele Hebammen aus den Kliniken? Was muss getan werden, um die immens wichtige Arbeit im Kreißsaal wieder „attraktiver“ zu machen?

Der Sächsische Hebammenverband e. V. und das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz arbeiten derzeit an einem Punkteplan, der sich dieser Komplexität annimmt.

Fortbildungsbeauftragte gesucht“

Anke Uhlig gibt das Amt der Fortbildungsbeauftragten ab, deswegen suchen wir ab 1.12.18 eine neue Fortbildungsbeauftragte.
Es wäre schön, wenn sich eine Kollegin fände, die diese Aufgabe übernehmen würde.

Informationen und eine Stellenbeschreibung können gerne bei Anke Uhlig direkt erfragt werden:
fortbildung@saechsischer-hebammenverband.de

Bewerbungen bis 24.8. bitte an:
1.Vors@saechsischer-hebammenverband.de

Geburtenhauptstadt ohne Hebammen?

In Dresden sind in den letzten Jahren die Geburtenzahlen stetig gestiegen.
Doch wenn Schwangere und junge Mütter Hilfe von Hebammen brauchen, suchen sie oft lange oder gar vergeblich.
Das ist besorgniserregend und die Politik muss hier aktiv werden.
Albrecht Pallas (SPD, MdL) diskutierte darüber mit Susann Rüthrich (SPD, MdB) und Stephanie Hahn-Schaffarczyk (1. Landesvorsitz.SHV).
Die eingerichtete Koordinierungsstelle Hebammen in Sachsen, vertreten durch Anke Uhlig, stellte ihre Arbeit und das Hebammennetzwerk vor.

Fachtage in Radebeul

  • „Interessante Vorträge, schöne Begegnungen, gewinnbringende Workshops in einer niveauvollen Umgebung bei tollem Wetter.“
  • „Einfach Super, ich hoffe unbedingt auf eine Wiederholung.“
  • „perfekt organisiert“
  • „Rundherum eine gelungene Veranstaltung und die Zeit, die ich mir genommen habe und Kurse extra abgesagt habe, auf keinen Fall vertan.“
  • „Vielen Dank für die Organisation der sehr gelungen Fachtage. Die Themenauswahl war sehr gut, die Referenten kompetent und die Diskussionen erfrischend“

Liebe Hebammen,

ich danke allen, die mich vor Ort unterstützt haben.
Ich denke wir können auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken.
Danke das ihr da gewesen seid. Es war schön mit Euch . . .

Zu einem Vortrag kam es zu völlig verständlichen Meinungsverschiedenheiten. Die nach der Tagung von der Referentin leider sehr einseitig dargestellt wurden.
Die Dozentin konnte der Situation nicht offen und den Hebammen gegenüber respektvoll auftreten. Wir hoffen sie hat auf anderen Veranstaltungen mehr Erfolg.

Anke Uhlig
Fortbildungsbeauftragte des Sächsischen Hebammenverbandes

Koordinierungsstelle „Hebammen in Sachsen“

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat gemeinsam mit dem Sächsischen Hebammenverband e. V. ein Programm erarbeitet, welches die Hebammenversorgung in Sachsen sichern soll. Ursprung für diese lange überfällige Bewegung in unserer Problematik war der Antrag der Grünen Fraktion, welche die finanzielle Ausstattung für das Projekt aus sächsischen Landesgeldern durch das Parlament gebracht hat.

Es wurde inzwischen eine Koordinierungsstelle „Hebammen in Sachsen“ in Dresden eingerichtet. Diese Stelle wird von uns Hebammen geleitet und hat die Aufgabe:

  1. an der Studie zur Untersuchung der Situation von Geburtshilfe und Hebammenversorgung in Sachsen mitzuarbeiten.
    Diese Studie ist enorm wichtig, um notwendige Handlungsbedarfe ableiten zu können. Deshalb muss die Situation in Sachsen fundiert in folgenden Bereichen untersucht werden:
    – angestellte Hebammen in den Krankenhäusern
    – freiberufliche Hebammen
    – Geburtshäuser
    – Geburtenentwicklung
    – Ausbildungssituation / Berufsperspektiven
    Abgabeschluss der Studie war am 28.2.18. Rund 550 Hebammen und 19 Kliniken haben sich daran beteiligt. Danke.
  2. Die Vernetzung der Hebammen in Sachsen zu fördern.
    Ziel ist die Koordinierung von freien Hebammenkapazitäten, d.h. Hebammen können hier melden, wann sie wo noch Frauen betreuen können, diese Informationen könnten dann an suchende Frauen weitergegeben werden.
  3. Partner für Gesundheitsämter und weiterer Behörden zu sein
  4. Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel der Berufsnachwuchsgewinnung und der Imageverbesserung
  5. Hebammen finanziell zu fördern, die Hebammenschülerinnen ein Externat ermöglichen (Link einfügen Siehe Externat)
  6. Beratung und Starthilfen zur Praxisgründung zu geben
  7. konkrete Maßnahmen zur Aufwertung und Stärkung des Hebammenberufes zu ergreifen, z.B. in Form von evidenzbasierten Fortbildungen

Das alles ist nur ein Bruchteil der geplanten Maßnahmen, deren Umsetzung bis Ende 2018 finanziell gesichert ist. Wir werden an der Verstetigung arbeiten.

Kontakt:
Anke Uhlig, Hebamme
Werner- Hartmann-Str. 1
01099 Dresden

Hotline: 0351 – 50 19 64 30
Sprechzeiten: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr

https://www.hebammen-sachsen.de/
info@hebammen-sachsen.de

14.04. Landesdelegiertentagung

Am Samstag, 14.04.2018, tagten 30 sächsische Kolleginnen in Radeberg und besprachen die aktuelle Berufspolitik im Land und Informationen aus dem Deutschen Hebammenverband e.V..
Desweiteren ging es um die Akademisierung der Ausbildung, die bis 2020 umgesetzt sein soll und derzeit noch viele Fragen aufwirft.
Auch wurde die Koordinierungsstelle Hebammen in Sachsen und das dort enthaltene neue Hebammennetzwerk vorgestellt.
Die Delegierten der Kreise berichteten von ihren Veranstaltungen, Erfahrungen, Erfolgen und Sorgen.

Die Landesdelegiertentagung im Herbst wird am 03. November stattfinden.

Überprüfung Qualitätsmanagement

Seit 01.01.2018 kann der Spitzenverband der Krankenkassen zur Sicherung der Qualität seiner Leistungserbringer stichpobenartig das Qualitätsmanagement von Hebammen überprüfen. Bis zu 5% der Kolleginnen ohne Geburtshilfe und bis 20% der Kolleginnen, die den Sicherstellungszuschlag beantragt haben, können eine Kontaktaufnahme durch den GKV Spitzenverband erwarten.
Sollten Sie die Aufforderung erhalten, Unterlagen zuzusenden, melden Sie sich bitte bei Denize Krauspenhaar, Referentin für Qualitätsmanagement: Tel.: +49 6128-857385 oder E-Mail: krauspenhaar@hebammenverband.de

weitere Informationen zum Qulitätsmanagement und wichtige Fristen finden Sie im Mitgliederbereich des Deutschen Hebammenverbandes

18.03.2018 Equal Pay Day

Hebammenverband setzt sich für gerechte Vergütung von Hebammen ein
Hebammen begleiten Frauen bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Sie ermöglichen Frauen mit ihren Kindern und Familien einen bestmöglichen
Start ins gemeinsame Leben. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit wird
gesellschaftlich hoch geschätzt. Ein angemessenes Gehalt oder eine gute
Vergütung bekommen Hebammen jedoch nicht – weder als Angestellte in
den Kliniken, noch als freiberufliche Hebammen. Die Hebammentätigkeit ist
ein Beruf, der überwiegend von Frauen ausgeübt und damit vergleichsweise
schlecht bezahlt wird. Frauen verdienen in Deutschland derzeit
durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Aktuell müssen Frauen im
Schnitt 77 Tage mehr arbeiten, um das selbe Gehalt wie Männer zu erhalten.
Aus diesem Grund findet in Deutschland am 18. Mai, dem 77. Tag des Jahres,
der Equal Pay Day statt. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) nimmt dies
zum Anlass, eine gerechte Vergütung für Hebammen zu fordern.
„Hebammen sind unersetzlich und setzen sich rund um die Uhr für Frauen und ihre
Kinder ein“, meint Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV. Der
Hebammenverband fordert die angemessene Entlohnung von
Hebammenleistungen entsprechend ihrer gesellschaftlichen Bedeutung.
Frauenberufe und sogenannte Care-Berufe, beispielsweise in Pflegeeinrichtungen
oder in der Altenpflege, werden nicht entsprechend des großen fachlichen Wissens
wie auch der hohen Verantwortung vergütet.
Auch Hebammen erhalten gemessen an ihrer hohen Qualifikation und ihrer
Bedeutung für die Gesundheit von Frauen und Kindern aus Sicht des
Hebammenverbandes keine angemessene Vergütung. Trotz der
Vergütungssteigerung 2017 für freiberufliche Hebammen durch die gesetzlichen
Krankenkassen haben viele Hebammen immer noch ein geringes Einkommen und
müssen zunehmend mehr Zeit für bürokratische Verfahren und Anträge
aufwenden, die dann in der Betreuung der Frauen fehlt.
Der Equal Pay Day thematisiert seit 1988 die Lohnungleichheit zwischen Frauen
und Männern. Inzwischen findet der Tag in zahlreichen europäischen Ländern
statt.

(Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverband e.V. vom 15.03.18)

IGES Studie: Der Abgabeschluss für die Studie war am 28.02.18.

IGES Studie: Der Abgabeschluss für die Studie war am 28.2.18.
Danke an alle Hebammen, die sich an der Studie beteiligt haben.
Im Juni findet der 3. „Runde Tisch“ mit Vertretern der Landespolitik, des Ministeriums, der Landesärztekammer, den Kassen und der Krankenhausgesellschaft statt.
Die dann vorliegenden Studienergebnisse werden Grundlage für weitere Argumentationen und Arbeitsaufträge sein.

Eine gewaltfreie Geburt ist Frauenrecht

Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverband anlässlich des Frauentags:

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) setzt sich für
Selbstbestimmungsrechte von Frauen ein. Das Recht von Frauen, selbst über
sich und ihren Körper zu bestimmen, bekommt aktuell neue Bedeutung durch
die Debatte zu Gewalt und Traumatisierungen in der Geburtshilfe. […]
„Wir Hebammen verstehen uns als Anwältinnen von Frauen“, betont Ulrike
Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V.
Hebammen unterstützen Frauen bei der Wahrnehmung ihrer Interessen und bei
einer selbstbestimmten Geburt. In den Kreißsälen gehen Hebammen dafür häufig
an ihre Grenze. Trotzdem berichten Frauen immer wieder von Gewalterfahrungen
während der Geburt. Schlechte Arbeitsbedingungen, Personalmangel oder
fehlende Zeit für gute Kommunikation und Partizipation während der Geburt
können die Ursache für unachtsames Verhalten von Hebammen und Ärztinnen
oder Ärzten sein.
Der Deutsche Hebammenverband fordert politische Maßnahmen, die die
Arbeitssituation von Hebammen und die Situation in der Geburtshilfe nachhaltig
verbessern. Die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung rund um die
Geburtshilfe und die freie Wahl des Geburtsortes müssen sichergestellt werden.
Dazu sollten zuerst die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen von Hebammen
sowie ihre Vergütung verbessert werden. In den Kliniken sollte die intensive
Betreuung einer Frau während der Geburt durch eine Hebamme Standard sein.

weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes

15.02.18: WHO veröffentlicht neue Richtlinien für Geburten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zur Begleitung von Geburten überarbeitet und legt den Fokus auf mehr Individualität im Verlauf und die Reduktion von nicht nutzbringenden Eingriffen.
So wird einer Frau eine individuelle Zeit zur Eröffnung des Muttermundes zugestanden, die Rasur und verschiedene geburtsbeschleunigende Maßnahmen in Frage gestellt und die dauerhafte CTG-Überwachung nicht empfohlen.
Die Würde der Frau gewinnt an Bedeutung.
Wir begrüßen die neuen Empfehlungen. Allerdings braucht es – wie schon lange diskutiert wird – für die Umsetzung mehr Personal. Denn eine Geburt braucht Information, Wissen, Begleitung und Zuwendung. Damit sinkt auch der Bedarf an Schmerzmitteln deutlich und die Zufriedenheit der Eltern steigt.

Weitere Informationen:
WHO: intrapartum care recommendations

Amt vakant: Schriftführerin

Im April 2018 endet die 1. Amtszeit unserer Schriftführerin Antje Kovacs. Damit ist dieses Amt vakant.
Eine aktuelle Stellenbeschreibung ist unter schriftfuehrer@saechsischer-hebammenverband.de zu erfragen.

28.11.17: Elisabeth-Krankenhaus Leipzig gewinnt Wettbewerb

Susanne Steppat stellt die Leipziger Preisträgerinnen vor

„Wir haben was verändert – Nachmachen erlaubt!“

Der Deutsche Hebammenverband e.V. schrieb im Frühjahr einen Wettbewerb für Kreißsäle aus, in dem gute Konzepte für bessere Arbeitsbedingungen der Hebammen und eine zufriedenstellendere Versorgung der Frauen gesammelt und prämiert wurden.

Die Ideen sollen explizit zum Nachmachen anregen. Schauen Sie welche der Ideen für Ihr Team passen könnte.

leitende Hebamme Sylvie Fleur Göttsche und Constanze Koschorz aus dem Elisabeth-Krankenhaus Leipzig

Im Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig wurde der hohe Stellenwert der natürlichen Geburt gewürdigt. Dort liegt die Kaiserschnittrate bei 15,6%. Der deutsche Durchschnitt liegt bei gut 30%.

Außerdem gibt es im Elisabeth-Krankenhaus die Gruppe Wissenshunger – eine Gruppe, in der neue Kolleginnen am Wissen der bisherigen Kolleginnen teilhaben können und in die Leitlinien der Klinik eingeführt werden. Dies hat die Arbeitszufriedenheit der neuen Kolleginnen deutlich erhöht und sie bleiben länger im Team als früher.

Zudem erleichtern klarer strukturierte Teamübergaben das Arbeiten und kleine Aufmerksamkeiten in Form von personalisierten Tassen setzen Zeichen für Teamzusammenhalt.

Vielen Dank für die Ideen und Anregungen! Wir freuen uns auf viele inspirierte Kolleginnen in den diversen Teams und zukünftig bessere Bedingungen.

19.10.2017: „Runder Tisch: Geburtshilfe und Hebammenversorgung“ im Sächsischen Landtag

Initiiert von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trat am 17. März 2017 erstmals, dann am 19.10.2017 ein „Runder Tisch“ zum Thema „Geburtshilfe und Hebammenversorgung in Sachsen“ zusammen. Der Einladung folgten Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) im Oktober vertreten von drei Mitarbeiterinnen des Ministeriums, Vertreterinnen der SPD- und der LINKEN-Fraktion, der Sächsische Hebammenverband e.V., die Landesärztekammer, die Krankenhausgesellschaft, Krankenkassen, Vertreter der Hebammenwissenschaft, der Landesfrauenrat, Familienverbände sowie Elternvertreter.

Zum Runden Tisch wurden folgende Ziele erarbeitet:

„Die natürliche Geburt in Sachsen muss weiter gestärkt werden“
Die Grünen fordern die Staatsregierung in einer Kleinen Anfrage auf,

  1. im Rahmen eines Dialogs mit Hebammen, Krankenkassen sowie Ärztinnen und Ärzten in der Geburtshilfe ein sächsisches Gesundheitsziel „Natürliche Geburt“ zu entwickeln,
  2. sich im Bundesrat dafür einzusetzen, dass
    – eine Neubewertung der Abrechnungspauschalen erfolgt, die finanzielle Anreize für eine natürliche Geburt setzt,
    – die Berufshaftpflicht für alle in den Gesundheitsberufen Tätigen reformiert wird und nach den Prinzipien der gesetzlichen Unfallversicherung umgestaltet wird,
    – die Mutterschaftsrichtlinien nach §92SGBV überarbeitet werden, damit verbindliche Vorgaben für die Einbeziehung von Hebammen in die Schwangerschaftsvorsorge geschaffen werden, soweit die Schwangere dies wünscht.

In der Begründung heißt es:

„Sachsen ist deutschlandweit Spitzenreiter bei der Geburtenrate. Sachsen gehört zu den Bundesländern mit den niedrigsten Kaiserschnittraten. Der Freistaat muss Kindern weiterhin einen bestmöglichen Start ins Leben gewährleisten, indem natürliche Geburt gefördert, sowie eine hohe Qualität der ambulanten und stationären Geburtshilfe erhalten und weiterentwickelt wird. Durch die Entwicklung eines sächsischen Gesundheitsziels „Natürliche Geburt“ soll diesem Anliegen Rechnung getragen werden.

Die Geburt ist ein natürlicher Vorgang, der im Normalfall ohne medizinische Interventionen ablaufen sollte. Interventionen sind aber zum Teil unumgänglich. Um ein Helfen ohne Angst zu ermöglichen, müssen Haftung in der Geburtshilfe reformiert und die Rahmenbedingungen für die in der Geburtshilfe Tätigen verbessert werden.

Es wurde und wird kontrovers und konstruktiv diskutiert, eine Fortsetzung unter Beobachtung auch der angelaufenen Hebammenstudie ist bereits sicher.

12.09.2017: Förderung für Hebammen, die Externatsschülerinnen aufnehmen

Endlich Wissen nicht mehr unbezahlt weitergeben.
Alle sächsischen Hebammen sollten das Amtsblatt Nr 35 lesen: Sächsisches Amtsblatt Nr 35 (pdf)

Hebammen, die Schülerinnen im Externat mitnehmen, bekommen eine Förderung vom Land für diese Tätigkeit. 20€/Tag Aufwandentschädigung für 6-12 Wochen Externat. Es ist wichtig, dass wir unseren Nachwuchs fördern und dass wir diese Form der Unterstützung dafür nutzen.

Voraussetzung ist die erteilte Ermächtigung. Den Antrag dazu findet ihr hier: Ermächtigungsantrag

Liebe Kolleginnen,

immer wieder und in letzter Zeit verstärkt erreichen uns Anrufe von Hebammen aus Kreißsälen, die vorübergehend geschlossen werden oder akute Personalnotstände aufweisen. Die Kolleginnen wissen oft nicht, wie sie sich verhalten sollen, und benötigen neben der emotionalen Unterstützung auch konkrete Empfehlungen, was zu tun ist.

Als Berufsverband können wir zwar Ihren Kreißsaal nicht umstrukturieren, aber wir können Ihnen anbieten, Sie und Ihr Team vor Ort zu besuchen und mit Ihnen zusammen nach Lösungsmöglichkeiten zu schauen. Wir können außerdem unsere Kontakte zu Presse und Politik nutzen, um die Öffentlichkeit und die Verantwortlichen auf die Missstände aufmerksam zu machen. Vor allem aber sollen Sie wissen: Sie sind nicht allein gelassen.

Wenn Sie akut betroffen sind, zögern Sie bitte nicht. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an!

Koordinierungsstelle „Hebammen in Sachsen“ 

Anke Uhlig, Hebamme
Werner- Hartmann-Str. 1
01099 Dresden

Hotline: 0351 – 50 19 64 30
Sprechzeiten: Di und Do von 9 bis 13 Uhr

https://www.hebammen-sachsen.de/
info@hebammen-sachsen.de