06.03.18: Eine gewaltfreie Geburt ist Frauenrecht

Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverband anlässlich des Frauentags

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) setzt sich für Selbstbestimmungsrechte von Frauen ein. Das Recht von Frauen, selbst über sich und ihren Körper zu bestimmen, bekommt aktuell neue Bedeutung durch die Debatte zu Gewalt und Traumatisierungen in der Geburtshilfe.

„Wir Hebammen verstehen uns als Anwältinnen von Frauen“, betont Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. Hebammen unterstützen Frauen bei der Wahrnehmung ihrer Interessen und bei einer selbstbestimmten Geburt. In den Kreißsälen gehen Hebammen dafür häufig an ihre Grenze.

Trotzdem berichten Frauen immer wieder von Gewalterfahrungen während der Geburt. Schlechte Arbeitsbedingungen, Personalmangel oder fehlende Zeit für gute Kommunikation und Partizipation während der Geburt können die Ursache für unachtsames Verhalten von Hebammen und Ärztinnen oder Ärzten sein.

Der Deutsche Hebammenverband fordert politische Maßnahmen, die die
Arbeitssituation von Hebammen und die Situation in der Geburtshilfe nachhaltig
verbessern. Die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung rund um die
Geburtshilfe und die freie Wahl des Geburtsortes müssen sichergestellt werden.
Dazu sollten zuerst die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen von Hebammen
sowie ihre Vergütung verbessert werden. In den Kliniken sollte die intensive
Betreuung einer Frau während der Geburt durch eine Hebamme Standard sein.

weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Hebammenverbandes