Corona: Neue Hilfsprogramme für Solo-Selbständige

Liebe Kolleginnen,

der Freistaat Sachsen hat für Solo-Selbständige, zu denen freiberufliche Hebammen zählen, verschiedene Hilfsprogramme ins Leben gerufen.

https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/index.jsp#anchor-273873

Hier finden Sie die für sächsische Unternehmen und Selbständige geltenden Soforthilfeprogramme. Selbständige können zum einen den Bundeszuschuss in Anspruch nehmen, aber auch über die sächsische Richtlinie „Sachsen hilft sofort“ zinslose und nachrangige Darlehen gewährt bekommen. Insbesondere Einzelunternehmer können mit dem grundsätzlich am Liquiditätsbedarf ausgerichteten Darlehen aber auch ihr ausbleibendes Unternehmergehalt finanzieren, selbst wenn keine Betriebsmittel, Mieten oder Ähnliches angegeben werden können. Dieses ausbleibende Unternehmergehalt ergibt sich aus dem Vorjahresgehalt, vier Zwölftel davon müssen angegeben werden, welche die 5.000 Euro-Grenze überschreiten müssen. Möchte der Einzelunternehmer dafür kein Darlehen aufnehmen, kann allerdings auch Grundsicherung beantragt werden. Dafür hat der Bund im Rahmen seines Sozialpaketes eine vorübergehende Neuausrichtung der Grundsicherung beschlossen. Demnach kann Grundsicherung beantragt werden, ohne dass Vermögen und Wohnungsgröße geprüft werden. Ausgaben für Miete und Heizung werden in den ersten sechs Monaten in tatsächlicher Höhe anerkannt.

Darüber hinaus hat die Stadt Leipzig für Solo-Selbständige ein eigenes Programm “Leipzig hilft Solo-Selbstständigen” entwickelt. Danach gewährt die Stadt Leipzig den Solo-Selbstständigen einen einmaligen Zuschuss für zwei Monate in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Förderung zielt darauf ab, den infolge der Corona-Krise entstehenden betrieblichen Liquiditätsengpass durch ausfallenden Unternehmerlohn zu kompensieren und die Lebenshaltungskosten zu sichern. Antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige im Haupterwerb sowie Einzelunternehmen ohne Angestellte mit Betriebsstätte und Hauptwohnsitz in Leipzig. Antragsteller müssen plausibel darlegen, dass sie einen signifikanten Umsatzrückgang in 2020 (mindestens 20 Prozent) verglichen mit dem Vorjahresdurchschnitt erwarten, den sie, trotz eigener Gegenmaßnahmen und Zuschüssen für Betriebsausgaben von Bund und Land, nicht auffangen können. Im Folgejahr wird geprüft, ob sich der Umsatzeinbruch bestätigt hat. Die Antragsteller müssen sich entscheiden: eine doppelte Förderung durch “Leipzig hilft Solo-Selbstständigen” und Arbeitslosengeld I oder II ist nicht möglich. Die Antragstellung wird elektronisch erfolgen und voraussichtlich ab Mitte Mai über das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig möglich sein: https://www.leipzig.de/wirtschaft-und-wissenschaft/unternehmensservice.

Der DHV hat ein Hygienekonzept für die Durchführung von Präsenskursen erstellt. Dieses gilt als Arbeitshilfe und nicht als generalisierte Erlaubnis zur Durchführung von Präsenskursen. Bitte erkundigen Sie sich notfalls zusätzlich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt vor Ort, ob eine Durchführung von Präsenskursen unter den angegebenen Bedingungen möglich ist: https://bit.ly/3cMJygV

Halten Sie durch und vor allem bleiben Sie gesund!
Stephanie Hahn-Schaffarczyk

1.Vors@saechsischer-hebammenverband.de
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02977 Hoyerswerda

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