Corona: Aktuelle Arbeitshilfen für Hebammen

Liebe Kolleginnen,

zuerst haben wir eine gute Nachricht für Sie. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat gemeinsam mit den anderen Hebammenverbänden und den Krankenkassen eine Vereinbarung zur Vergütung erzielt, die eine erste Entlastung für Sie ist. Hier können Sie die befristeten Sonderregelungen für die Zeit der COVID 19-Pandemie herunterladen.

https://bit.ly/2UvzQaQ

Zur Erleichterung Ihrer Arbeit
haben wir ein Formular erstellt, dessen Inhalt Sie gern in eine Email kopieren und an die Frau schicken können.
Diese Email (Urschrift) gilt als Versichertenbestätigung.

(Haben Sie Ideen oder Anmerkungen zur Veränderung dieses Formulars, dann melden Sie sich gern bei uns.)

Download der Email-Vorlage (Öffnet NICHT vorher im Browser)

Eine Liste zertifizierter Anbieter für Videokommunikation finden sie hier:

Download der Liste

Für die Abrechnung der Positionsnummer während der Zeit der befristeten Sonderregelung ist folgendes zu beachten:

Beispiel 1:
23.03.2020 Videotelefonat von 16:00 – 16:57 mit Frau Mustermann wegen fraglichem Geburtsbeginn:
Abrechnung wie folgt:
16:00 – 16:20 Beratung (0100) – 08,00€
16:21 – 16:40 Hilfeleistung (05XX) = 20,70€/24,83€
16:41 – 16:57 Hilfeleistung (05XX) = 20,70€/24,83€
-> damit sind die möglichen Beratungsleistungen/Tag abgedeckt

Beispiel 2:
23.03.2020 Telefonat mit Frau Mustermann 4.Wochenbetttag von 14:00 – 14:55
Abrechnung wie folgt:
14:00 – 14:30 Beratung/Telefonat(230X) = 7,02€
14:31 – 14:55 Nicht aufsuchende Wochenbettbetreuung (21X0) = 31,25€/37,49€
-> damit sind zwei Leistungen/Tag verbraucht

Bitte beachten Sie: Es sind MAXIMAL 20 Leistungen in den ersten 10 Tagen abrechenbar.

Weitere Informationen für Sie nachfolgend:

  • Ausgangssperre
    Am 22.03.2020 wurde von den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin über eine Ausgangssperre entschieden. https://www.coronavirus.sachsen.de/download/AllgV-Corona-Ausgangsbeschraenkungen_22032020.pdf
    Für den Fall einer Kontrolle empfehlen wir, eine Kopie der Berufsurkunde anzufertigen und folgende Bescheinigung (pdf 2 einfügen) mit sich zu führen.
  • Unterstützung der Kolleginnen in den Kliniken
    Wir möchten Sie ermutigen, in den Kreißsälen in ihrer Nähe nachzufragen, ob Unterstützung benötigt wird. Auch als Hebamme, die lange ausschließlich in der Wochenbettbetreuung gearbeitet hat, ist es möglich, den Kolleginnen im Kreißsaal oder auf der Wochenbettstation wenn nötig Aufgaben abzunehmen. Die Kliniken werden dazu sicher unbürokratische Lösungen finden.
  • Spontaner Einstieg in die außerklinische Geburtshilfe
    Die Nachfrage nach Hausgeburten steigt, seitdem einige Kliniken die Väter nicht mehr zur Geburt in den Kreißsaal lassen. Wir warnen ausdrücklich davor, ohne ausreichende Erfahrung und ohne Einhaltung des für die Geburtshilfe erforderlichen QMs außerklinische Geburten anzubieten! Solange die Hebamme nicht auf der Grundlage des Katastrophenschutzgesetzes zur außerklinischen Geburtshilfe angewiesen wurde, liegt die Haftung bei ihr und die Bedingungen des Rahmenvertrages gelten. Ein ausführliches Papier dazu wird in den nächsten Tagen vom DHV kommen und auch auf unsere Homepage eingestellt werden.

Aktuelles zum Thema Corona

  • Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf den Seiten des Deutschen Hebammenverbandes (DHV).
  • Die Kanzlei Hirschmüller hat ihre juristische Einschätzung um einige Themenbereiche erweitert. Eine vorläufige Datei ist auf der Website des DHV eingestellt.
  • Die Informationen auf der Website des DHV werden laufend aktualisiert.
  • Über Verordnungen, die auf Länder- oder kommunaler Ebene getroffen werden, sollte sich jede Hebamme selbst informieren.
  • Noch immer liegen uns keine verbindlichen Empfehlungen der Gesundheitsämter zum Verhalten bei Hausbesuchen oder Kursen vor. Sollte sich das ändern, werden wir sofort informieren.
  • Ausführliche Informationen stellt Ihnen die Gesellschaft für Virologie zur Verfügung

Achtung!

  • Was kann die Hebamme tun, wenn sie für ihre tägliche aufsuchende Arbeit in den Familien die nötigen Materialien nicht mehr bekommen kann?
    Desinfektionsmittel: Apotheker/-innen haben seit 4.3.2020 die Erlaubnis, Desinfektionsmittel selbst herzustellen. Die Hebamme sollte also in der Apotheke nachfragen.
  • Mundschutz
    In Rücksprache mit entsprechenden Institutionen und mit Angleichung an die Empfehlungen der Pflege werden die für uns geltenden gerade überarbeitet und sobald als möglich zur Verfügung gestellt.
    Hier schon einmal eine Vorschau darauf:
    https://bit.ly/2UhNEXA
    https://bit.ly/2UvxqZL
  • Wenn der Mund-Nasen-Schutz mehrmals verwendet werden soll, ist den Handlungsanweisungen des Robert-Koch-Instituts zu folgen:
    Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums ist angedacht, das ambulant tätige medizinische Personal, nur im Betreuungsfall von positiv getesteten Frauen zu versorgen. Zur Zeit bemühen wir uns, Kontakte mit Anbietern zu bekommen. Aktuelle Informationen dazu stellen wir sobald sie uns vorliegen auf unserer Homepage ein.
  • Ein toller Link der Geburtshilfe Halle (Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara) für werdende Eltern
    https://geburtshilfe-halle.de/vor-der-geburt/Corona-virus/
  • Sehr guter Artikel: Ärzteblatt.de vom 20.03.2020: COVID-19-Pandemie tangiert Schwangerschaft und Geburt

Bleiben Sie gesund!