Geburtsorte

Geburtsklinik

Die Geburtsklinik ist eine geburtshilfliche Abteilung in einem Krankenhaus. In solchen Einrichtungen sind immer mindestens eine Hebamme und eine Ärztin/ein Arzt bei der Geburt anwesend. Bei Komplikationen kann hier ohne großen Zeitverzug Mutter und Kind geholfen werden; die Geburtsklinik verfügt über einen Operationssaal und das entsprechende Personal, um Kaiserschnitte durchzuführen.

Die ambulante Geburt

Viele Geburtskliniken sind auch auf ambulante Geburten eingerichtet. Nach einer problemlosen Geburt haben Mutter und Kind die Möglichkeit, die Klinik nach zwei bis sechs Stunden zu verlassen.

Die Belegabteilung ermöglicht es Hebammen und Ärztinnen/Ärzten, "ihre" Patientinnen in den Räumen des Krankenhauses zu betreuen. Bei der Geburt können Hebammme und/oder Ärztin/Arzt die medizinischen Möglichkeiten des Krankenhauses nutzen.


Das Geburtshaus

In einem Geburtshaus wird die Geburt ausschließlich von einer Hebamme begleitet. Die Entbindung hier stellt eine Alternative für Frauen dar, die die räumlichen Möglichkeiten und die intimere Atmosphäre des Geburtshauses bevorzugen. Nach der Geburt bleiben Mutter und Kind mindestens zwei Stunden zur Beobachtung im Geburtshaus, bevor sie in die häusliche Hebammenbetreuung entlassen werden.


Die Hausgeburt

Heute kommt in Deutschland nur etwa ein Prozent aller Babys zu Hause auf die Welt. Eine Hausgeburt kann geplant werden, wenn keine Risiken bestehen. Die häusliche Umgebung wirkt entspannend auf die werdende Mutter und erleichtert daher den Geburtsverlauf. Wer eine Hausgeburt in Betracht zieht, sollte so zeitig wie möglich (spätestens jedoch ab der 20. Schwangerschaftswoche) Kontakt mit seiner Hebamme aufnehmen.


Die Hebammenpraxis

Die ambulante Praxisgeburt findet in der Praxis einer Hebamme statt, die bei Bedarf eine Ärztin/einen Arzt als Geburtshlferin/Geburtshelfer hinzuzieht. Im Normalfall können die Mutter und ihr Neugeborenes die Praxis nach einer Erholungsphase von mindestens zwei Stunden wieder verlassen.